Kirchen, Bau- und Industriedenkmäler stellen für jeden Gerüstbau-
unternehmer regelmäßig eine große technische Herausforderung dar

Nur spezialisierte Unternehmen mit hohem technischen Wissen kommen in den engeren Wettbewerb. Da die Bauten meist relativ alt sind, existieren oftmals keine vermassten Zeichnungen. Doch bereits für die Entwurfsplanung zur Auftragskalkulation müssen die Gebäude eingemessen werden, um wirtschaftliche Risiken bei den komplizierten Gerüstkonstruktionen zu minimieren. Bei der endgültigen Ausführungsplanung sind dann die Kreativität und langjährige Erfahrung der Konstrukteure gefragt. Ohne den Einsatz von AutoCAD wären die Planungen wesentlich zeitaufwändiger.

Sankt Severin Köln 2010 bis 2011

Sankt Severin Köln Sankt Severin Köln

Für die Sanierung der Natursteinfassade und Erneuerung der Verschieferung des Turmhelms benötigte man ein insgesamt 76 m hohes Gerüst: 42 m Turmschaft und 34 m Turmhelm.
Die konstruktive Aufgabe bestand in der Trennung der beiden Gerüstkonstruktionen. Während wir den Turmschaft konventionell einrüsten konnten, musste der Turmhelm auf dem Mauerwerk des Turmschaftes separat gegründet werden. Des Weiteren war das Gerüst nicht am Turmhelm verankert, sondern über Spannstähle zum Turmschaft hin abgespannt.

St. Martinus Kerpen 2010 bis 2011

St. Martinus Kerpen 2010 bis 2011 St. Martinus Kerpen 2010 bis 2011 St. Martinus Kerpen 2010 bis 2011

Der Turmhelm musste vollständig saniert werden, nachdem er durch den Sturm Kyrill im Januar 2007 in Schieflage geraten war. Die Gesamthöhe von 74 m unterteilte sich in 40 m Turmschaft und 34 m Turmhelm.
Wie bei der Kirche Sankt Severin in Köln war auch hier die Gerüstkonstruktion zweigeteilt: Den Turmschaft konnten wir konventionell einrüsten, der Turmhelm musste separat auf dem Mauerwerk des Turmschaftes gegründet werden. Das Gerüst verankerten wir nicht am Turmhelm, sondern spannten es über Spannstähle zum Turmschaft hin ab.
Am 28. Februar 2010 – drei Jahre nach Kyrill und während der Sanierungsarbeiten – suchte Orkan Xynthia Kerpen heim. Das Gerüst an der Kirche befand sich im Montagezustand bis 60 m Höhe und überstand den heftigen Sturm unbeschadet.

Salvatorkirche Duisburg 2010

Salvatorkirche Duisburg

Diese Teileinrüstung bis 60 m Höhe diente den Denkmalschützern als Arbeitsgerüst zur Untersuchung des allgemeinen Zustandes. Anhand des Schadenbildes wird ein Konzept zur umfassenden Sanierung des Kirchturmes erarbeitet.

Neues Rathaus Hannover 1997 bis 1999

Rathaus Hannover

Gebaut wurde das Neue Rathaus Anfang des 20. Jahrhunderts im Prunkstil der wilhelminischen Epoche. Die Kuppel misst bis zur vergoldeten Spitze stolze 97,73 Meter.
Nach über zehnjähriger Sanierungszeit wurde 1997 der Haupteingangsbereich als letzter Bauabschnitt in Angriff genommen. Auch hier stellte die zerklüftete Geometrie hohe Anforderungen an die Ausführungsplanung.

Erweiterung Museum Küppersmühle Duisburg 2009 bis 2011

Küppersmühle Duisburg

Der Erweiterungsbau des Museum Küppersmühle im Duisburger Innenhafen zählt derzeit wohl zu den spektakulärsten Bauprojekten in Westdeutschland. Mit unseren Arbeitsgerüsten außerhalb und innerhalb der Siloanlage unterstützen wir die vorbereitenden Arbeiten zum Aufsetzen des riesigen Stahlkörpers.

Fördergerüst Stadt Duisburg 2001

Fördergerüst Stadt Duisburg 2001 Fördergerüst Stadt Duisburg 2001 Fördergerüst Stadt Duisburg 2001

Ein einsames Fördergerüst ist alles, was von der einst bedeutsamen Kohlenzeche Friedrich Thyssen erhalten geblieben ist. Dieses Fördergerüst wurde als erstes im Rheinland bereits sehr früh unter Denkmalschutz gestellt. Unser Arbeitsgerüst bis 46 m Höhe ermöglichte die Sanierung dieses Industriedenkmals.

Ehemaliges Hochofenwerk Phoenix West Dortmund 2007 bis 2009

Hochofenwerk Phoenix West Dortmund Hochofenwerk Phoenix West Dortmund Hochofenwerk Phoenix West Dortmund

1998 wurde die Produktion eingestellt und die Hochöfen stillgelegt. Das Werksgelände erwarb im Mai 2001 die LEG/Grundstücksfonds des Landes Nordrhein-Westfalen. Viele Anlagen und Gebäude stehen heute unter Denkmalschutz.

- Hochofen 5

Hochofen 5 wurde saniert und im Rahmen eines Erlebnispfades begehbar gemacht. Hierfür erfolgten umfangreiche Sanierungsarbeiten an den Stahlkonstruktionen. Unsere Aufgabe war die Einrüstung der Seilscheibenbühne.

- Windenhaus Hochofen 6

Komplett entkernt wurde hingegen Hochofen 6. Es erfolgte die Einrüstung des Windenhauses mit Schrägaufzug und Möllerbunker.

- Wasserturm

Der in die Jahre gekommene Wasserturm musste aus Gründen der Standsicherheit stahlbaumäßig saniert und abschließend mit einem Korrosionsschutz für die nächsten Jahrzehnte geschützt werden. Auf Grund des maroden Zustandes des Turmes musste das Arbeits-gerüst 46 m hoch freistehend ohne Anbindung an die Stahlkonstruktion ausgeführt werden.